Vollständige Version anzeigen : Marillenrezepte
Eva Weissnix
10-06-2002, 11:52
liebe teilnehmer/innen des thea-forums! jetzt beginnt gott sei dank wieder die heiß ersehnte saison für marillen-liebhaber! nachstehendes rezept für marmelade (von mir oft erprobt und heiß geliebt):
dreifruchtmarmelade:
500 g marillen (entsteint und klein geschnitten)
150 g banane (geschält und kleingeschnitten)
150 g wassermelone (geschält und kleingeschnitten)
etwas zitronensäure
mit zugabe von etwas wasser zum kochen bringen und ca. 3 minuten kochen. etwas überkühlen lassen, passieren und nochmals mit 1 kg gelierzucker versetzt zum kochen bringen, 1 minute kochen lassen und noch heiß in gläser füllen.
Für alle die Marillenkuchen lieben, hätte ich ein Rezept für die etwas "handfestere" Variante, nämlich den "Marillenfleck" aus Germteig, wie er besonders bei uns in der Steiermark sehr beliebt ist, anzubieten:
Zutaten: 40 dkg glattes Mehl, 2 Eier, 10 dkg Butter, 1/8 l lauwarme Milch, 3 dkg Germ, 10 dkg Staubzucker, Vanillezucker, 1 Stamperl Rum, 1 Prise Salz; zum Belegen: Obst, Zucker, Zimt.
Zubereitung: Das Mehl in einen Weitling sieben, die Germ hineinbröseln und mit dem Mehl vermischen. Etwas Zucker darüberstreuen. Die Milch anwärmen, die Butter darin zergehen lassen und die Eier hineinsprudeln. Dann Zucker, Vanillezucker und Rum dazugeben. Das Mehl salzen und sodann das Milch-Ei-Gemisch einrühren. Zu einem festen Teig abschlagen und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen.
Sodann den Teig auf einem bemehlten Brett etwa ½ cm dick ausrollen, auf das befettete (oder mit Backpapier ausgelegte) Blech geben, die halbierten Früchte (mit der Schnittfläche nach oben) schön dicht auflegen, mit Zucker und nach Geschmack auch mit Zimt bestreuen und nochmals kurz gehen lassen.
Dann im auf 180° bis 200° vorgeheizten Rohr zu goldbrauner Farbe backen.
Wahlweise kann man dann im Herbst auch Zwetschken verwenden und macht dann eben einen "Zwetschkenfleck".
Ich hoffe, ihr findet Gefallen an diesem Germteigrezept und wünsche guten Appetit!
Edited by - Erika Baudisch on Montag, 10. Juni 2002 - 16:55:56
Liebe Eva!
Stimmt - schmeckt auf wirklich gut und ist eigentlich auch recht einfach zuzubereiten. Und wer wird denn schon Kalorien zählen - ein ganzes Blech schafft ja eh keiner!!!
Liebe Sabina!
Das Rezept böhmischen Ursprunges klingt auch recht lecker, ich stamme aber aus der oststeirischen Gegend und da kommt eigentlich Streusel gar nicht vor. Bei uns hat sich das Überstreuen mit Zucker und Zimt sehr durchgesetzt und frisch ist der Zwetschken- bzw. Marillenfleck ohnedies am besten!
Liebe Sabina!
Da hast du auch wieder recht, allein wenn ich an den leckeren "Apfelschlankel" denk, den meine Mutter immer so nebenbei gemacht hat und der wirklich unschlagbar war, den ich aber mittlerweile auch schon so hinkrieg, dass das Blech meist leer ist, bevor er richtig auskühlen konnte, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. So hat halt jede Gegend ihre speziellen Eigenheiten, aber vieles setzt sich dann auch österreichweit durch! Es geht ja wirklich nix über unsere gute "österreichische Küche"!
Wünsche allen noch einen wunderschönen Tag - bei uns in der Steiermark herrscht derzeit "Ansichtskartenwetter", nur schade, dass Mann/Frau meist keine Zeit hat, dies unter der Woche auch so richtig zu genießen! Aber was solls, die Stimmung hebt der blaue Himmel allemal!
Lieber Andreas!
Apfelschlankel, so der richtig "steirische" hat mit Apfelstrudel eigentlich nichts gemeinsames (außer vielleicht, dass man überall Äpfel, wenn möglich frisch, saftig und säuerlich benötigt).
Das Rezept aus meiner "Schmankerlküche" muss ich erst suchen, wird aber in Kürze von mir abgetippt! Bis die ersten Äpfel reif sind, ist eh noch a bisserl Zeit!
Schönen Tag noch und lass dir inzwischen halt die anderen leckeren Rezepte gut schmecken - Kalorienzählen sollen andere, genießen und schlemmen ist allemal gscheiter! Man lebt ja nur einmal!
Hallo Eva!
Jetzt hab eben "mein" Rezept für den bei uns in der Steiermark sehr beliebten "Apfelschlankel" (im übrigen deutschen Sprachraum auch bekannt als "gedeckter Apfelkuchen") gefunden und schreib es noch schnell für dich und alle die es interessiert ab:
Zutaten: 35 dag glattes Mehl, 1/2 P. Backpulver, 2 - 3 Esslöffel Zucker, 3 Esslöffel Sauerrahm, 1 Ei, 15 dag Butter, ca. 1/16 l Milch (eher weniger!); Äpfel (am besten sind säuerliche Sorten), Zucker und Zimt.
Zubereitung: Aus dem mit Backpulver versiebten Mehl, Zucker, Butter, Rahm, Ei und Milch einen Mürbteig bereiten. Diesen Teig auf einen Teller legen, mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank rasten lassen.
Inzwischen Äpfel schälen und ganz feinblättrig schneiden (ich schneide immer solange, bis meine mittelgroße Rührschüssel voll ist).
Den Teig in zwei Hälften teilen, auswalken und auf das Backblech legen. Mit den Äpfeln belegen, etwas Zucker und Zimt darüberstreuen, die zweite Teighälfte ebenfalls ausrollen und darüberlegen. Die Ränder gut andrücken (daher ist es gut, wenn der ausgerollte Teig etwas größer als das Backblech ist), den Kuchen mit einer Gabel in kleineren Abständen anstechen und sodann goldbraun backen. Noch heiß in kleine Stücke schneiden und überzuckern.
Diesen Apfelschlankel hat schon meine Mutter in der "Apfelzeit" regelmäßig so nebenher gemacht und vor ihr ihre Mutter und mittlerweile dient er auch bei mir zu Hause regelmäßig zur Apfelverwertung. Je mehr Äpfel man einfüllt, desto saftiger wird er eben!
Ich hoffe, auch ihr findet Gefallen bzw. Geschmack daran und wünsche schon jetzt gutes Gelingen und guten Appetit!
Eva Weissnix
12-06-2002, 12:35
@ erika! bauh das klingt ja urgut! "packen's mir auch ein kisterl ein". das sind zwar 1000e kalorien auf einem blech aber dieses rezept wird sicher einer versuchung zugeführt!
Eva Weissnix
12-06-2002, 12:35
liebe erika!
als gebürtige nöerin kenn ich apfelschlankel leider nicht! hättest du bitte ein rezept für uns (obwohl das nix mit marillen zu tun hat)?
ich habe so etwas noch nie gegessen und mich interessiert das rezept dafür!
liebe grüße in die steiermark aus wien!
Eva Weissnix
12-06-2002, 12:35
@ monika!
herzlichen dank für deine redliche mühe und die weitergabe des apfelschlangerls ... ich werde das rezept demnächst ausprobieren, wenn es die ersten köstlichen sommeräpfel gibt!
gut gemacht - weiter so :-))
Eva Weissnix
12-06-2002, 12:35
@monika! vielen lieben dank für dein rezept :-)) das ist doch das teigrezept, das ich unter strudelteig zitiert habe! auch deine füllung wird einer verwendung zugeführt! ich freue mich schon auf die verkostung!
An die @nichtkalorienzähler! - is jo grausam!
Liebliche Frau @Baudisch!
Kann i ja locker schreiben, hab' jo ka Foto, nur mei Phantasie. *grins* Und Rezepte aus da Schmankalekuchl. Die schätz i genauso wia d kechin. UND des is allemoi d' Frua Baudisch.
Übrigens: oopfe_schlankale - erfreu' die Frau @loewel und gib des Rezept preis. (irr ich mich eigentlich mit "Apfelstrudel" in der Übersetzung?)
Bleib weiterhin so g'miatlich, und hui da kan Sonnanbrand
MfG. Ein auf Grund der Rezepte dicker Werdender.
MfG Andreas
Lieber Andreas!
Ich will ja nicht kleinlich sein, aber auf Grund von Rezepten wird man nicht dicker! Gott sei Dank! Man wird nur dann dicker, wenn man das, was man auf Grund der guten Rezepte kocht dann auch isst!
Liebe Grüße
Evelyn
Monika Rechberger
13-06-2002, 15:28
Hallo Eva!
Ich hab da ein Rezept aus "Frisch gekocht", falls es dich interessiert.
Apfelschlangerl mit Vanillesauce:
Zutaten für 4 Personen: Für den Teig:250 g glattes Mehl200 g Margarine1 EidotterPrise Salz3 EL Wasser Für die Fülle:ca. 800 g ÄpfelZuckerZimtRosinenetwas Zitronensaft Für die Sauce:¼ l Milch2 gestrichene TL Maisstärke1 ½ EL Zucker1 Eidotter ½ Packung Vanillezucker.
Das Mehl auf eine Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Vertiefung eindrücken, in diese den Eidotter und das Wasser geben. Margarine in kleinen Stücken auf dem Mehl verteilen, Salz darüber streuen und zu einem Teig verkneten. Den Teig etwas rasten lassen (nicht im Kühlschrank sonst bricht er beim Ausrollen). Für die Fülle:Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Scheibchen schneiden. Zitronensaft, Zimt, Zucker und Rosinen beigeben, gut durchmischen. Den Teig in 2 Hälften teilen, rechteckig ausrollen und mit dem Nudelholz auf das Blech heben. Die Fülle darauf verteilen und den Teig in die Mitte schlagen, sodass keine Äpfel mehr sichtbar sind. Das fertige Apfelschlangerl mit Eidotter bestreichen und mit der Gabel vorsichtig anstechen. Im Rohr bei 180 °C 30 Minuten backen. Sämtliche Zutaten für die Sauce unter ständigen Rühren kurz aufkochen lassen. Beim Abkühlen zeitweise umrühren, damit sich keine Haut bildet. Sauce je nach Geschmack mit etwas geschlagenem Obers verfeinern, mit dem Apfelschlangerl servieren.
Liebe Grüsse
Monika
Aus einem Matzner Kochbuch:
APFELSCHLANKERL
1/4 kg Mehl gleich Thea gleich Topfen, 1 Dotter und bißchen Salz, Fülle geraffelte Apfel mit gehackten Nüssen. Alle Zutaten gut abarbeiten, 1/2 Stunde rasten, 2 gleiche Teile auswalken mit Hilfe des Nudelwalkers auf Blech legen, Apfel vermischt, Nüsse, Rosinen einen Rand zum überschlagen frei fassen, erst jetzt Zucker mit Zimt vermischt darüber streuen und mit Ei bestreichen. Variation: Blätterteig oder Mürbteig 30 dkg Mehl, 20 dkg Thea und 1-3 Dotter
Hallo Eva!
Ups, muss ich übersehen haben. Macht hoffe ich nix, hauptsache es schmeckt :-)
Ich schick dir ein paar Sonnenstrahlen, damit deine Äpfel schneller reif werden.
:-)
Monika
Veronika
23-07-2003, 08:59
Aufwendig aber sehr gut:
Marilleneisknödel
1/2 Glas Marillenmarmelade
1 P Vanilleeis
10dag geriebene Haselnüsse
5 dag Staubzucker
Staubzucker zum Bestreuen
1 Marille zum Garnieren
Kleine Portionen Marillenmarmelade ( Teelöfferl ) auf einem Teller tiefgefrieren.
Mit Eisportionierer eine Kugel Vanilleeis ausstechen, Marmelade hineindrücken, auf Teller setzen, nochmals tiefgefrieren.
2 Halbkugeln zusammensetzen, in Haselnussstaubzuckergemisch wälzen, mit Staubzucker bestreuen.
Oder ohne Eis.
In ein Glas etwas Marillenmarmelade füllen.
Joghurt und Sauerrahm mit Zimt, Zucker und Mandeln vermischen, darüberschichten, mit Marillenstückerl garnieren.
vBulletin v3.6.10, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.