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Vollständige Version anzeigen : Waldviertler Mohnzelten


Mox'l
19-06-2011, 17:08
Hallo,

Nachdem ich gestern die letzten Waldviertler Kartoffeln bekommen habe, habe ich mich gleich dazu aufgemacht und die beliebten

Waldviertler Mohnzelten

gemacht!

Dazu brauchen wir folgende Zutaten:

300 g kalte Kartoffeln, passiert (festkochende, mittelfrühe - am besten aus dem Waldviertel :D)
500 g Mehl
250 g Butter, weich
120 g Sauerrahm
2 Eier
Salz,

Diese Zutaten mischen wir rasch zu einem kompakten Teig und lassen ihn rasten und teilen ihn anschließend auf 20 Teile.

300 g Mohn, frisch gequetscht
200 g Staubzucker
100 g Butter, flüssig
Honig, Powidl, Rum, Zimt

Für die Fülle mischen wir alle Zutaten gründlich und formen uns 20 Kugeln

Nachdem wir den Teig geteilt haben drücken wir ihn flach bzw. längen ihn etwas vor und geben die Mohnfülle hinauf. Den Kartoffelteig verschließen wir gut über der Fülle und legen die Knödel auf ein gut gebuttertes Blech und drücken sie flach (etwa 1-1,5cm hoch).

Nun noch gut stupfen und bei 200°C O-/U-Hitze solange backen bis die Unterseite eine schöne Farbe genommen hat und sodan umdrehen. Nun noch die Oberseite Farbe nehmen lassen und fertig sind die echten Waldviertler Mohnzelten!

http://666kb.com/i/buhufvilysokto1sl.jpg

Nun steht dem Genuss nichts mehr im Wege!

Gutes Gelingen wünscht,

Markus

gipsy62
19-06-2011, 22:15
Die sind nicht nur eine Sünde wert :D

LG
Andrea

Sabina
20-06-2011, 22:12
Hallo Moxl,

ehrlich gesagt wundere ich mich, dass Du für den Teig frühe Erdäpfel verwendest. Ich hätte da sicher zu alten, mehligen Erdäpfeln gegriffen. Gehört das so, oder hast Du das einfach mit den frühen Erdäpfeln einmal ausprobiert?

Mox'l
21-06-2011, 05:26
Hallo Sabina!

Ich neme da eigentlich immer die Kartoffeln meiner Waldviertler Bäuerin des Vertrauens. Diese sind von der Sorte Ditta und diese Sorte ist - normalerweiße - eben eine mittelfrühe Sorte. Wer aber die Klimatischen Bedingungen im Waldviertel kennt, weiß, dass es da ruhig auch ein bisserl länger dauern kann:cool:

Du wirst aber wohl auch mehlige nehmen könne. Ich habe für diese Mohnzelten die letzten Kartoffeln des Vorjahres verwendet.

Lg Markus

Sabina
21-06-2011, 08:25
Ist zwar etwas verwirrend, aber Du hast, so wie ich das auch gemacht hätte, alte Erdäpfel aus dem Vorjahr genommen. Was mich beruhigt. ;) Ich versteh in dem Zusammenhang nämlich nicht den Ausdruck "mittelfrüh".

Mit frühen, also heurigen Erdäpfeln, ist es meiner Meinung nach nicht möglich einen ordentlichen Teig hinzubekommen.

Mox'l
21-06-2011, 16:31
Hallo Sabina!

Um alle Klarheiten zu beseitigen, möchte ich des Rätsels Lösung liefern:cool:

Die von mir verwendete Kartoffelsorte Ditta ist per Definition eine mittelfrühe, festkochende Sorte. Allerdings ist das Klima im Waldviertel ja doch etwas frischer. Daher kann es da schon etwas länger dauern bis die Kartoffeln reif sind als per Definition vorgesehen:D

Lg Markus

gipsy62
21-06-2011, 18:39
Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und habe heute die Mohnzelten ausprobiert und wir (mein Mann - ein gebürtiger Waldviertler:D und ich) sind total begeistert!!!
Der Teig, bzw. die Fülle lassen sich super verarbeiten und das Verhältnis zwischen Teig und Fülle ist für meinen Geschmack auch perfekt.
Foto brauche ich gar keines einstellen, sie schauen genauso lecker aus wie auf dem oberen Bild.
Danke für das Rezept, davon wird die Verwandtschaft auch noch profitieren:D

Liebe Grüße

Andrea

Übrigens: ich hab "alte" Kartoffel genommen!

gipsy62
23-06-2011, 15:41
Hallo Mox'l,

ich habe zu dem Rezept noch eine Frage an den "Profi":
- wie verändert sich die Konsistenz des Teiges, wenn ich statt glattem Mehl griffiges verwende (in meinen anderen Rezepten war die Angabe mit glattem Mehl, ich habe aber griffiges verwendet)?
- ist Natron (auch in mehreren Rezepten angegeben) wirklich notwendig?

Liebe Grüße

Andrea

Mox'l
23-06-2011, 19:14
Hallo Andrea!

Der Teig verändert sich insofern, dass griffiges Mehl Flüssigkeit lamgsamer aufnimmt und sich daher auch nicht so leicht mischen lässt. Dafür quillt es aber besser und macht den Teig standhafter. Dies ist besonders bei Fettgebackenen Germgebäck (Krapfen, etc.) sehr vorteilhaft!

Bei den Zelten allerdings sollte kein allzugroßer Unterschid merkbar sein.

Natron oder Backpulver ist - so wie auch Backpulver beim Mürbteig - hier nicht notwendig. Ich habe auch einige Male Zelten machen müssen, bis ich draufgekommen bin, dass die Zelten genau wegen solcher Triebmittel aufgerissen sind.

Lg Markus

gipsy62
24-06-2011, 22:51
Hallo Markus,
danke für die Info! Die Mohnzelten waren für mich wirklich perfekt, aber ich wollte mich noch absichern :?:
Ich mache - im Gegensatz zu scheinbar den Meisten, die Kuchen immer mit griffigem Mehl und war immer zufrieden damit. Ist ja auch egal, Hauptsache es schmeckt :D

Liebe Grüße

Andrea

Mox'l
25-06-2011, 00:10
Hallo Andrea!

Ich denke auch, dass es bei den kleinen Haushaltsmengen keinen wirklich feststellbaren Unterschied zu bemerken gibt.

Lg Markus

broncobilly
13-09-2011, 10:17
Das Rezept klingt so verlockend!!!!!

Eine Frage: Sind die Zelten dann so ganz frisch am besten zu essen? Oder kann man sie auch so ein, zwei Tage aufheben? (Falls sie das überleben natürlich:D).
Ich möcht einfach nur wissen, ob es am nächsten Tag auch noch gut schmeckt!

gipsy62
03-10-2011, 19:06
Hallo Birgit!

Bin - urlaubsbedingt - ein wenig spät dran, aber nachdem sonst noch keiner geantwortet hat, mach ich es.
Die Zelten sind frisch natürlich am Besten, aber auch am nächsten Tag gibt es noch keine Einbußen.
Aber eine Möglichkeit gibt es natürlich auch noch: du frierst sie ein und holst sie bei Bedarf ein paar Stunden vorher aus dem Gefrierschrank (meine Tochter hat uns auf die Art nach dem Urlaub mit Mohnzelten beglückt - allerdings waren das gekaufte).

Liebe Grüße

Andrea

broncobilly
04-10-2011, 05:42
@an Andrea:

Danke für Deine Info!! Ich probiers einfach mal aus! Einfrieren ist sicher auch eine gute Idee. :)

gipsy62
06-12-2011, 15:26
@ Markus

Ich habe die Mohnzelten schon 2 mal gemacht und bin vom Geschmack und der Konsistenz auch total begeistert. Der Teig läßt sich so super verarbeiten. Allerdings ist der Kartoffelteig nach dem Backen etwas gar kompakt, ich würde sogar sagen, erwas hart.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich
1. den Teig zu fest mache
2. den Teig zu dünn mache (ich mag einfach viel Fülle und wenig Teig)
3. ich den Ofen zu wenig heiß habe und deshalb zu lange backe
4. wie entscheident ist es, ob ich griffiges oder glattes Mehl nehme

Ich habe noch frisch gemahlenen Mohn und möchte es noch einmal versuchen!!!

Ich hoffe, du - oder wer auch immer - kann mir helfen.

Liebe Grüße

Andrea

Mox'l
06-12-2011, 19:02
Hallo Andrea!

Mohnzelten sind eigentlich immer hart wenn sie frisch sind. Wenn du sie gern mürb haben wilst, empfehl ich dir, sie einzeln in Frischhaltefolie einzuschlagen.

Wenn du sie so wie im Rezept angegeben gebacken hast, sollte es eigentlich nicht daran liegen - da soll das Ergebnis dementsprechend sein.

Lg Markus

gipsy62
06-12-2011, 22:10
Hallo Markus!

Dank dir für die rasche Antwort, ich werde sie sicher baldigst wieder machen! Irgendwann kann ich sie dann bestimmt ;)

Liebe Grüße

Andrea