Vollständige Version anzeigen : Ernährung allgemein
Hallo liebe Forumsteilnehmer!
Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Bekannten, das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Wir sprachen über Kinderkrankheiten, etc. Sie ist sehr alternativ eingestellt - ich laufe auch nicht gleich zum Arzt um Antibiotika - aber sie meinte, dass Krankheiten vor allem mit der Ernährung zusammen hängen. Sie hat nun das Kochen ganz eingestellt und gibt ihrer Familie nur mehr Obst und Gemüse.
Meine Frage: Ist das gesund? Haben Fleisch und Milch gar keine Lebensberechtigung mehr?
Was sagt ihr dazu?
Ich kann mich jedenfalls mit dieser Radikal-Kur nicht anfreunden. Erinnert mich irgendwie an die neue Krankheit, die es da gibt, von wegen nur gesund essen (und irgendwann dabei überschnappen)...
Lg Monika.
apfiputz
15-06-2004, 16:14
hallo monika!
also diese diät ist absoluter schwachsinn, da kommt es zu vielen mangelerscheinungen!
eiweiß (fleisch, hülsenfrüchte) und ballaststoffe (nudeln,...) kommen da auf jeden fall zu kurz!
da würde ich deiner freundin gründllich davon abraten!!!!
Theresia
15-06-2004, 18:18
Den Zwang, immer nur das Richtige und Gesunde zu essen nennt man, glaube ich, Orthorexie (hoffentlich richtig geschrieben). Man liest ja in den Medien, was dabei herauskommt.
Ich hab immer versucht, meinen Kindern möglichst viele verschiedene Speisen in den unterschiedlichsten Verkochungsarten zu bieten. Hab sie immer wieder angehalten, alles zu probieren und auf die verschiedensten Geschmackserlebnisse draufzukommen- mit unterschiedlichem Erfolg. Ich habe allerdings immer respektiert, wenn sie etwas absolut ablehnten.Kann mich noch an meine Kindheit erinnern-ich hasste alles, was mit Petersilie, Zeller und Maggikraut zu tun hatte, und konnte selbst mikroskopisch kleine Anteile in diversen Suppen, etc. erschnüffeln.
Hatte eine Bekannte, die ihren Kleinkindern immer nur frisch gepresste Orangensäfte zum Fruhstück gab, mit dem Erfolg, dass sie permanent schrien, weil die Windelgegend total offen und entzündet war...
Carlotta
16-06-2004, 04:24
Hallo liebe Forumsteilnehmer!
Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Bekannten, das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Wir sprachen über Kinderkrankheiten, etc. Sie ist sehr alternativ eingestellt - ich laufe auch nicht gleich zum Arzt um Antibiotika - aber sie meinte, dass Krankheiten vor allem mit der Ernährung zusammen hängen. Sie hat nun das Kochen ganz eingestellt und gibt ihrer Familie nur mehr Obst und Gemüse.
Meine Frage: Ist das gesund? Haben Fleisch und Milch gar keine Lebensberechtigung mehr?
Was sagt ihr dazu?
Ich kann mich jedenfalls mit dieser Radikal-Kur nicht anfreunden. Erinnert mich irgendwie an die neue Krankheit, die es da gibt, von wegen nur gesund essen (und irgendwann dabei überschnappen)...
Lg Monika.Hallo Monika,
mit Interesse habe ich Deinen Bericht gelesen.
Das richtige Ernährung der Gesundheit förderlich ist, ist ja ein alter Hut.
Aber wenn man jung ist, wer hört denn schon darauf.
Erst wenn es zwickt.....Du weist schon, dann lebt man bewußter, was die Ernährung anlangt.
Fakt ist, wenn man Gemüse, Obst, Milch und Milchprodukte, Brot,Nüsse und dergleichen, weißes Fleisch, Fisch ( Fleisch und Fisch je 1 x pro Woche), lt. Ernährungswissenschaftler zu sich nimmt, lebt man relativ gesund. Aber was ist heute gesund? In den Medien hört man doch immer von Lebensmittelskandalen etc., ja sogar Mutter Erde ist nicht mehr Schadstoffrei. Die Biobepflanzung ist ja auch nicht Bio wenn man es genau nimmt.
Im übrigen, alles mit Maßen genossen ist auch nicht verkehrt. Ich glaube auch, daß eine extrem einseitige Ernährung auf der anderen Seite Mangelerscheinungen mit sich zieht.
In der heutigen Zeit neigt man zu Extremen. Die übrigens nach einiger Zeit alle wieder über den Haufen geschmissen werden.
Es geht uns halt heutzutage im Großen und Ganzen sehr gut.
Liegt es doch in unserer Hand das Beste daraus zu machen.
Man soll sich einfach nicht vom eigenen Weg abbringen lassen.
In diesem Sinne liebe Grüße
Charlotte:)
Hallo Monika,
das Gespräch würde mich insofern nachdenklich machen, weil es mich sehr stark an die Mutter in Oberösterreich erinnert, welche auf ähnliche Art und Weise ihre Tochter zu Tode therapiert hat. Gesunde Mischkost ist sicher nicht falsch. Auch darauf achten, wo man was kauft. Ich kaufe sehr gern beim Direktvermarkter, sprich beim Bauern. Da seh ich, wie die Rinder leben und was sie zu sich nehmen. Auch Obst und Gemüse von österreichischen Bauern ist mehr wesentlich lieber als viel zu früh importierte "sonnengereifte", seltsamerweise aber grüne Marillen jetzt schon im Kübel zu kaufen.
In eine ähnliche Kerbe schlagen ja auch jene Zeitgenossen, welche nahezu hysterisch auf jedes Schmutzpartikelchen reagieren. Erst durch den übertriebenen Umgang mit oftmals unnötiger Hygiene hat man den Allergien Tür und Tor geöffnet. Landkinder, welche täglich Kuh- oder Schweinestall herumspringen haben wesentlich seltener Allergien als Stadtkinder mit ihren Desinfektionssprays.
Hallo zusammen,
ich bin der Meinung, dass dem Eintrag von Sabine nichts mehr hinzuzufügen ist. Ich habe drei Kinder, welche sich immer schmutzig machen durften und auch mit "knirschenden Zähnen" ins Haus kamen, weil sie ihren Sandkuchen gekostet haben, und alle sind "pumperlgsund".
LG Sabine
Schön, dass ihr auch so ziemlich meiner Meinung seid. Ich kaufe nur Hühner im Supermarkt. Meine Eltern haben einen Hof und ich bekomme das Fleisch von daheim. Da kenne ich sogar den Namen von dem Rind oder Schwein, dessen Stück da auf meinem Teller liegt. Bei uns zu Hause hats immer gestaubt und wenn das Heuen oder Dreschen war kann man sich vorstellen, was da alles in der Luft geflogen ist. Klar waren wir auch dreckig, aber keiner von uns ist jemals allergisch auf irgendetwas gewesen. Ich bin auch der Meinung, dass in der heutigen Zeit vieles übertrieben wird. Meine Kinder dürfen auch Sand oder ähnliches kosten. Aber da mein Mann Allergiker ist, hat es meinen Sohn auch erwischt.
Doch ich komme vom eigentlichen Thema ab.
Ich versuche meinen Kindern auch abwechslungsreiche Kost zu geben. Auch respektiere ich ihre Vorlieben, gelegentlich probiere ich aber trotzdem wieder Essen, dass sie (früher mal) ablehnten. Meine 2 sind noch so klein, da schmeckt der Spinat plötzlich, wenn er auch vor 3 Wochen noch nicht den Hals runter rutschen wollte.
Meine Tochte isst viel Obst und Gemüse und wird (nach Ansicht des Arztes) deshalb mit Krankheiten leichter fertig als mein Sohn, der Obst und Gemüse fast ganz ablehnt. Trotzdem probier ich's immer wieder, ihn dazu zu bewegen. Aber nur Grünzeug? Womit soll man sich da noch ernähren?
Danke für die rege Anteilnahme am Thema!!! Super, Monika
hallo zusammen!
also mich erinnert das auch sehr an die mutter, die ihre kinder mit so einem lebensgefährlichen schmarrn (die tochter ist ja verhungert) versucht hat gesund erhalten. (ich wohne nicht so weit weg von dem ort - vielleicht erinnerts mich deshalb noch mehr dran)
mein motto - und ich bin mit sicherheit nicht untergewichtig - sondern eher das gegenteil: essen das was ich will und was mir vor allem schmeckt - aber halt keine unmengen davon - der goldene mittelweg machts - und die gesunde mischung.
wenn ich mir meinen neffen und meine nichte anschau - die essen käse in rauen mengen - und manche kinder mögen den wieder überhaupt nicht. obst und gemüse steht auch schon seit sie klein sind auf dem speiseplan - aber auch genauso viel nudeln und reis (das essen halt kinder nun mal gern) mit allem möglichen fleisch und so weiter.
klar gibts gewisse dinge, die ich meinen kindern (ich hab noch keine) sicher nicht geben würde - das sind - nüsse, kuhmilch, fisch, schwammerl, schimmelkäse usw. vor dem 1. lebensjahr - und so grausamkeiten wie chips, salzgebäck und kräcker sicher auch nicht - die kinder sind für solches essen einfach nicht gemacht - eh wir erwachsene auch nicht, aber das soll dann jeder selber entscheiden wenn er erwachsen ist, ob er so was mag oder nicht.
obwohl ja eins auch stimmt - verbote machen alles noch interessanter - und deshalb wirds wohl auch immer wieder mal ausnahmen geben :)
fakt ist: ich bleib dabei - ich mag gemüsereis genauso gern wie einen ordentlichen schweinsbraten :)
Marion_stmk
18-06-2004, 06:43
Hi,
jetzt muß ich auch noch meinen Senf abgeben...
Bei uns ist vorgestern jemand aus unserer Firma mit 45 Jahren an Hautkrebs am Darm (hab das vorher auch noch nie gehört!) gestorben. Da fängt man natuerlich zum Denken an! Es gibt eben so viele Dinge, gegen die man nach wie vor nichts machen kann. Ich bin der Meinung, das Leben ist zu kurz, um Zeit mit schlechtem Essen zu vergeuden.
Ich versuche natürlich schon, viel Grünzeug als Beilage anzubieten, aber mein Freund ist ein absoluter Fleischtiger und will zumindest einmal am Tag etwas, was irgendwann geatmet hat. Wenn es nur Gemüsesereis oder so gibt, muß er anschließend zumindest ein Wurstbrot essen oder er reißt sich eine Dose Thunfisch auf. Und ich denke mir halt, er soll das essen, was ihm am besten schmeckt, also gibt es vegetarische Gerichte oder Süßspeisen wirklich nur in der Fastenzeit. Ansonsten gibt es immer Fleisch oder Gerichte mit Wurst oder Speck. Sicher nicht das Allergesündeste. Aber so kriege ich zumindest immer ein Kompliment fürs Essen und hab einen zufriedenen Mann im Haus! Er macht außerdem genug Bewegung und ißt kein Fast-Food, das sollte Ausgleich genug sein.
Es gibt ja hier in Australien wahnsinnig viele Übergewichtige Menschen. Die Folgeschäden sind hier die Todesursache Nr. 1. Und der Grund dafür ist, daß um jede Ecke ein Fast-Food-Restaurant ist und sich wenige die Zeit nehmen, selber zu kochen. Mein Chef hat heute Geburtstag und deswegen habe ich eine Nußtorte mit Kaffeecreme mit ins Büro genommen. Großes Erstaunen rundum, anscheinend haben sie hier noch nie eine selbstgebackene Torte gesehen. Die anderen bestellen immer eine vom Cheesecake-Shop und die hat dann das spezifische Gewicht einer Bleiplatte. Ich esse wirklich gerne Süßes und die Torten hier sehen wirklich gut aus, schmecken aber absolut ätzend und sind unheimlich üppig. Also nicht wirklich ein Wunder, daß man hier von dicken Hintern umzingelt ist.
Ich schließe mich damit der Mehrheit an: essen, was einem schmeckt, aber mit Maß und Ziel und dazu etwas Bewegung. Da kann wohl nichts schiefgehen, oder?
Liebe Grüße von down-under,
Marion
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